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Wertvolle Tipps für Ihr Vorstellungsgespräch

Leasotec Bewerbungsratgeber

Grundsätzliches Vorbereitung Im Gespräch

Vorstellungsgespräch

Grundsätzliches

Kommt es zu einem Vorstellungsgespräch, ist eigentlich schon klar, dass grundsätzliches Interesse an Ihrem Werdegang besteht – sonst hätte man Sie nicht eingeladen. Es geht im Wesentlichen darum, sich persönlich kennenzulernen und zu prüfen, ob „die Chemie passt“ – das gilt übrigens für beide Seiten.

Seien Sie ehrlich, authentisch und glaubwürdig – das ist mit das Wichtigste im Vorstellungsgespräch. Ein Vorstellungsgespräch ist keine Prüfung, sondern dient beiden Seiten sich gegenseitig besser kennenzulernen.

Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist das A und O für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch. Denn: Je weniger Sie sich auf sich selbst konzentrieren müssen, desto aufmerksamer können Sie Informationen aufnehmen, verarbeiten und desto souveräner wirken Sie. Wir empfehlen Ihnen, sich gründlich über das Unternehmen zu informieren (Tätigkeitsfeld, zu besetzende Stelle, Historie, Zahlen und Fakten) – das zeigt Ihr Interesse.

Am Wichtigsten ist es, dass Sie in der Lage sind, Ihren Werdegang problemlos und schlüssig darzustellen. Wir empfehlen Ihnen, zur Übung Ihren Lebenslauf im Vorfeld flüssig und frei in 5 bis max. 10 min vorzutragen – so lange, bis Sie dabei sicher und souverän sind. Tipp: Reden Sie laut vor sich her, das werden Sie im Gespräch ebenfalls tun.

Auf typische Fragen sollten Sie ebenfalls vorbereitet sein. Folgende Fragen werden Ihnen in nahezu jedem Gespräch gestellt: „Warum interessiert Sie diese Stelle?“ „Warum sind Sie für diese Stelle geeignet?“ „Was sind Ihre Stärken und v.a. was sind Ihre Schwächen?“ „Wo möchten Sie in 5 Jahren sein“. Insbesondere auf diese Fragen sollten Sie antworten können.

Auch Ihre Fragen an das Unternehmen sollten Sie vorbereiten. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Fragen an das Unternehmen und die Stelle im Vorfeld aufzuschreiben und diese Notizen mit in das Gespräch zu nehmen. Das zeigt, dass Sie sich vorbereitet haben und verhindert, dass Sie vergessen, Ihre Fragen zu stellen.

Im Gespräch

Hinsetzen

Wenn Sie von einer Empfangsperson in ein Besprechungszimmer begleitet werden, Ihre Gesprächspartner noch nicht da sind und man Ihnen anbietet sich zu setzen, empfehlen wir Ihnen, trotzdem stehen zu bleiben. Ihre Gesprächspartner empfangen Sie dadurch nämlich im Stehen und damit auf Augenhöhe. Setzen Sie sich gemeinsam mit Ihren Gesprächspartnern – das schafft von Anfang an eine Atmosphäre auf Augenhöhe.

Körperhaltung

Sitzen Sie aufrecht und schauen Sie Ihren Gesprächspartnern in die Augen, das zeugt von Souveränität. Achten Sie auf eine freundliche Ausstrahlung.

Praxistipp: Setzen Sie sich so an den Tisch wie Ihr gegenüber und kopieren Sie ab und zu mit etwas Zeitversatz seine Positionswechsel (das nennt man „Spiegeln“). Dadurch schafft man unterbewusst Gemeinsamkeiten.

Dialog

Ihre Gesprächspartner und Sie werden das Gespräch als angenehm in Erinnerung behalten, wenn es ein Gespräch, also ein Dialog ist.

Praxistipp
Stellen Sie Fragen / Rückfragen. Bauen Sie bewusst Pausen ein. Reden Sie nie zu lange am Stück. Schneiden Sie Themen an, erklären Sie aber nicht alles in größtmöglicher Detailtreue (Ihr Gegenüber fragt schon nach, wenn ihn/sie etwas näher interessiert).

Wenn Sie zu gewissen Themengebieten befragt werden und noch keine Erfahrungen gesammelt haben – kein Problem – sagen Sie es. Wenn Sie eine Frage nicht verstanden haben – kein Problem – sagen Sie es und lassen Sie sich die Frage erklären. Nichts ist schlimmer als ins „Blaue hinein“ zu antworten.

„Erzählen Sie doch mal von sich“

„Frau/Herr Maier, erzählen Sie uns doch bitte mal von sich“ – dieser Satz kommt in jedem Bewerbungsgespräch und Sie haben sich ja bereits darauf vorbereitet. Geben Sie nun einen Abriss über Ihren Werdegang mit den wichtigsten und relevanten Stationen. Sie sollten hierfür 5-10 Min. benötigen, nicht länger. Erklären Sie in 4-5 Stichpunkten Ihre Tätigkeiten bei den jeweiligen Unternehmen. Denken Sie daran: Es geht um IHRE Tätigkeiten, nicht um die Tätigkeiten der jeweiligen Unternehmen. Praxistipp: Wenn Ihr Lebenslauf sehr lang ist sagen Sie: „Da mein Lebenslauf etwas länger ist, werde ich Ihnen zunächst nur von den wesentlichen und letzten Stationen berichten. Sind Sie damit einverstanden?“

Nebeneffekt: Durch die Rückfrage entsteht ein Dialog

„Was wissen Sie über uns“

Entweder ist Ihnen das Unternehmen schon bekannt oder Sie haben sich über die Website informiert. Nennen Sie nun ein paar Eckdaten und die wesentlichen Themen wie Tätigkeitsfelder, Größe, Mitarbeiterzahl. Gehen Sie nicht zu sehr ins Detail. Praxistipp: Sie können diesen Bereich gut abschließen indem Sie am Ende rückfragen: „Das war nun im Groben, was ich im Vorfeld über ihr Unternehmen wusste. Sicherlich können Sie mir im Laufe des Gespräches noch viel detailliertere Informationen zur Firma und speziell der Stelle geben?“ – damit bauen Sie an dieser Stelle auch einen Dialog auf.

„Was sind Ihre Stärken und Schwächen“

Die meisten Bewerber wissen von sich viele Stärken und leider wenige Schwächen. Jeder Mensch hat Schwächen. Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken dazu. Ihr Gesprächspartner interessiert sich mit dieser Frage hauptsächlich dafür, ob Sie ehrlich zu sich selbst sind, über unangenehme Sachen sprechen können und glaubwürdig sind. Seien Sie daher ehrlich – damit beantworten Sie die Frage richtig (aber reden Sie sich natürlich auch nicht um Kopf und Kragen).Tipp: Wenn Ihnen trotz intensiver Bemühungen keine Schwächen einfallen, fragen Sie in Ihrem persönlichen Umfeld.

Gesprächspausen / Gesprächsführung

Lassen Sie Pausen zu. Ihr Gegenüber hat Sie eingeladen, also leitet sie/er auch das Gespräch, nicht Sie. Viele Bewerber neigen in Gesprächspausen dazu, die Initiative zu ergreifen, geraten ins Plaudern und reden sich um Kopf und Kragen.

Gehalt, Arbeitszeiten, Sozialleistungen

Fragen Sie von sich aus nicht nach Gehalt, Arbeitszeiten, Urlaubsregelung oder Sozialleistungen. Das kann schnell den Eindruck erwecken, dass es für Sie vordergründig ist und das gefällt keinem Unternehmen. Früher oder später wird Ihr Gesprächspartner von sich aus darauf zu sprechen kommen. Wenn bis zum Schluss noch darüber gesprochen wurde, können Sie das Thema von sich aus ansprechen.

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